Knut Nobiling
Knut Nobiling

Der PH-Wert und unser Körper

Wie oft wird in Verbindung mit unserem Körper ein PH-Wert genannt? Speziell, wenn vom Säurehaushalt des Körpers gesprochen wird oder in Verbindung mit den Blutwerten. Ich habe gedacht, es ist allgemein bekannt was damit gemeint ist, aber oft kam dann doch die Antwort, ...na ja, das hat was mit den Härtegraden zu tun, ...ist ja nicht ganz falsch, aber das reicht nicht ganz. Konkrete Angaben, was wirklich dahinter steckt, hatten die Wenigsten.

Das ist ja auch nicht weiter schlimm, denn wer befasst sich schon mit tiefer liegenden Hintergründen, wenn es keine Veranlassung gibt. Wenn aber immer mehr von Übersäuerung des Körpers im Alter gesprochen wird und viel im Zusammenhang der Bergriff bei der Ernährung und Krankheiten genannt wird, dann sollte man schon etwas mehr über den PH-Wert wissen. Natürlich kann sich jeder im Internet genug Informationen herausfiltern, aber was machen die älteren Menschen, die sich im Internet nicht auskennen, geschweige überhaupt mit einem Computer umgehen können?

Denn es sind doch gerade die Älteren, die immer mehr mit Ernährungsproblemen und Krankheiten aufgrund einer Übersäuerung zutun haben. Auch sind oft schon Kinder betroffen, die zwar heute früh mit dem Computer vertraut gemacht werden, aber in der Regel ja wohl doch eher mehr am Computer Spielen, als sich mit solchen Dingen zu befassen. Dann sollten die Eltern es wenigsten wissen, denn gerade unsere Kinder werden schon sehr früh mit dem Problem der falschen Ernährung immer mehr in Verbindung gebracht. Krankheiten entstehen oft durch ein mangelndes Gleichgewicht des körpereigenen Chemielabors. Was hat nun der PH-Wert mit unserem Körper zu tun?

Zunächst mal etwas mehr über den Begriff PH-Wert.

Ich gehe hier nicht auf die Forschungsgeschichte (dänische Chemiker Sörensen 1909 - über den Wasserstoffionenexponenten in der Schreibweise des PH-Wertes) des Begriffes ein, das kann sich jeder mal selber im Internet anschauen, sondern was der Begriff in der heutigen Zeit mit unserem Körper zu tun hat.

Das P steht für „Potenz“ ...abgeleitet vom lateinischen Begriff pondus = Gewicht oder auch potentia =Kraft.

Das H (Hydrogenium = Wasserstoff) steht für Wasserstoffionen. PH steht für den Zusammenhang der Wasserstoffionen - Aktivität. Aber das sollte uns jetzt auch nicht weiter irritieren, denn diese Begriffsformen sind eher für Chemiker von Bedeutung.

Es reicht aus zu wissen, dass der PH-Wert eine wesentliche Rolle beim Zustand des Säure- und Basenhaushaltes einnimmt. Ich sprach anfänglich von einem Gleichgewicht im Körper und genau hier spielt dieses Gleichgewicht seine zentrale Rolle.

Heute wird viel von Übersäuerung im Körper gesprochen oder „achte auf deinen PH-Wert“.

 

Steigt der Wasserstoffanteil in einer Flüssigkeit umso saurer wird diese Flüssigkeit auf der PH-Wert-Skala aber das hat nicht unbedingt etwas mit Säuren zu tun.

Im menschlichen Körper schwankt der PH-Wert in den einzelnen Zellen und muss sich ständig eine Art Ausgleich suchen.

Die gesunde Zelle hat eine leichte negative Ladung und ist ganz leicht basisch. Vereinfacht ausgedrückt haben unsere Körperzellen den PH – Wert von ca. 7,3 –7,4 auf der Skala also sind ziemlich „Neutral“. Der Stoffwechsel funktioniert normal, Kalium –Natrium Austausch funktioniert normal. Die Zellteilung ist normal, die Zellkommunikation ist gut, ebenso ist die Immunabwehr intakt.

Der Körper fühlt sich wohl.

Die Werte Plus und Minus sind im Gleichgewicht. Der Energieaustausch ist wie bei einer guten Batterie und genauso funktioniert dieser Plus-Minus-Ausgleich in unserer Körperzelle. Steigt nun ein Wert an hat die Zelle etwas zu tun, sie muss dafür sorgen, dass der Austausch statt finden kann, um das Gleichgewicht zu halten, das tut sie auch im Normalzustand.

Das wäre der gesunde Zustand.

Beispiel-Tabelle aus Wikipedia entnommen.

 

Nun sind wir Menschen vielen Einflüssen unterworfen, ganz besonders durch die Beeinflussung unserer Zivilisation. Wir haben Nahrung zu jeder Tageszeit und das sogar im Überfluss. Wir haben Gewohnheiten und Genießen. Genau hier liegt das Übel.

 

Zuviel oder falsche Ernährung, die vielen Genussmittel, besonders Alkohol und Nikotin, häufig der Zucker, die gesamten Umwelteinflüsse, wie Staub in der Luft (Smog), intensive Sonnenstrahlung, Kunstlicht auch der Elektrosmog der vielen elektrischen Geräte (besonders Handys) aber auch unser Umfeld mit all seinen Stressformen verändert den PH Wert in und um unseren Körperzellen.

 

Hinzu kommen Ängste vieler Menschen, die Psyche, Krankheiten und damit der Medikamentenkonsum. In den Zellen finden pro Sekunde um die hunderttausend Vorgänge statt. Je weniger wir uns dort in diese Abläufe einmischen, umso besser geht es uns, ...fühlen wir uns wohl.

 

Warum geschieht trotzdem oft eine Ladungsverschiebung in den Zellen, die uns unwohl fühlen lässt, uns krank macht?

 

Weil die schon genannten Einflüsse und jeder Gedanke, jede Emotion, jedes Gefühl von Glück, Unglück oder auch andere negative Dinge unsere Zellen genauso beeinflussen und somit all diese Abläufe Spannungsveränderungen in und um den Zellen herbeiführen. Genau da sind diese Verschiebungen in einen eher sauren Zustand.

 

Das Problem ist dann, ein neutrales Verhältnis wieder zu bekommen.

 

Ein Beispiel:

Ein Glas Cola 0,2 / 0,33 Liter  (Cola hat den Wert ca. 3,0) ist also im sauren Bereich. Um dieses Glas nun auf einen Normal-Wert zu bekommen, ...es neutralisieren, muss es um den Wert von

3,0 (10-fach mit neutralem Wasser) auf  4,0

4,0 (10-fach mit neutralem Wasser) auf  5,0

5,0 (10-fach mit neutralem Wasser) auf  6,0

6,0 (10-fach mit neutralem Wasser) auf  7,3

also, hierbei immer um den Wert 10-fach mit neutralem Wasser verdünnt werden.

Rein rechnerisch wäre es so. In der Praxis ist es nicht ganz so extrem, aber es geht ja auch um das Verstehen, wie hoch der Aufwand in den Zellen ist, etwas wieder neutral zu bekommen.

Nun ist es nicht immer so, dass alles nur „Neutral“ sein muss, der Körper braucht auch, um aktiv zu sein, eine gewisse Schwankung zwischen dem Säure- und Basehaushalt.

Dieses „Hin und Her“ ist gesunde Aktivität, aber sie darf nicht übertrieben werde.

 

Eine Körperzelle sollte diese Plus - Minus – Werte in ihrer Schwankung, (ein Aufladen –ein Entladen) in ihren Ladungswerten haben. Es ist wie bei einer guten Batterie, die kraftvoll Energie von sich gibt,  ...aber muss dann immer wieder aufgeladen werden. Eine gesunde Zelle macht das ganz alleine, wenn wir sie nicht daran hindern.

Stell dir mal zwei Magnete vor, warum ziehen die sich kraftvoll an?

Was passiert, wenn du einen davon mal umdrehst?

Genau, ...die stoßen sich kraftvoll ab.

Aus der Schule kennen wir das Prinzip, ungleiche Ladungen ziehen sich an, ..gleiche Ladungen stoßen sich ab.

Genau das passiert auch in den Zellen. Wird der Zelle eine Ladung zuviel zugeführt, kann diese nicht mehr so kraftvoll reagieren und gar weitere Ladungen (chemische Stoffe) sogar abstoßen, aber vielleicht sind das dann gerade die Stoffe, die eine Zelle benötigt und nun nicht mehr aufnehmen kann.

Sie verliert an Kraft und ermüdet, wie eine ausgehende Batterie.

Wenn wir jetzt nicht etwas tun, kann die Zelle erschlaffen und nutzlos werden, vielleicht sogar absterben.

Ein gesunder Körper kann damit im „Normalfall“ gut umgehen, denn es sterben immer Zellen ab und es werden „Neue“ gebildet.

Nur wenn der natürliche Zeitpunkt des Absterbens einer Zelle noch gar nicht gekommen ist, also wenn gesunde Zellen dazu gebracht werden ...abzusterben, dann wird das auf Dauer ein Problem. Aber so eine Zelle gibt nicht gleich auf, sie geht davon aus, dass ein Überfluss an „Etwas“ ein „Ablegen oder Einlagern“ bedeutet. Es ist so wie im normalen Leben, wir schaffen uns Vorräte für knappe Zeiten und lagern diese ein, das kennt wohl jeder.

Du weißt, im Sommer wird es sehr warm, also kaufen wir etwas mehr Wasserflaschen zum Trinken, oder du bekommst Besuch und kaufst etwas mehr Fleisch und Gemüse, vielleicht auch noch andere Sachen.

Und nun hat der Besuch abgesagt oder der Sommer wird nicht so warm, du hast nun aber all die Sachen gekauft, ...also werden diese „Eingelagert“. Genau so reagieren Zellen, sie lagern ein, ...und wohin? Ich sage dann zu manchen Menschen, ...stell dich vor den Spiegel, vielleicht erkennst du die Lagerstellen, die als Lagerräume in deinem Körper genutzt werden.

Und wenn die nicht bald verbraucht werden, platzt das Lager aus allen Nähten. Ist nicht schlimm, du kaufst dann nur größere Anziehsachen, ...klar ist das schlimm, dass muss doch nicht sein. Manche Menschen fühlen sich dann nicht mehr wohl in ihrer Haut (oder Körper), genauso ergeht es den Körperzellen.

Die ganzen chemischen Prozesse, die in einer Zelle ablaufen, sind so komplex und würden hier jetzt den Rahmen sprengen. Also belassen wir es hier auf ganz vereinfachter Form.

 

Eine gut funktionierende Zelle steht in der ständigen Kommunikation mit den für sie zuständigen Funktionsbereichen im Körper und dafür ist der PH-Wert in seiner ausgeglichen Form notwendig, um die normale Funktion von Enzymsystemen, Zellen und Geweben zu ermöglichen.

Alles unterliegt einer Abhängigkeit untereinander

 

Zwischen:

Leber

Nieren

Fettgewebe

Muskulatur

Herz

Gehirn

 

Der PH-Wert beeinflusst nicht nur die Reaktionsgeschwindigkeit in den Zellen, sondern im Blut wirkt er auf das Hämoglobin.

(Hämoglobin - ist der eisenhaltige Proteinkomplex der im Blut Sauerstoff bindet und den roten Blutfarbstoff bildet)

 

Unsere Atmung hat ebenfalls einen Einfluss auf den PH-Wert und kann diesen verändern. (Atmungs-Kohlensäure in den Geweben kann den PH-Wert senken und wenn durch die Lunge Kohlendioxid ausgeatmet wird umgekehrt wieder ansteigend wirken)

Ein gutes und richtiges Atmen ist wichtig für ein Wohlbefinden, nicht nur der Zellen, sonder des gesamten Körpers.

 

Ebenso spielt der PH-Wert eine Rolle bei der Fortpflanzung des Menschen. (kann man sich mal bei Interesse genauer betrachten, wird hier nur angedeutet) In der Scheide der Frau ist es zur Abwehr von Krankheitserregern eher sauer, dagegen das Sperma des Mannes eher basisch, beides wirkt beim Geschlechtsakt miteinander „neutral“.

Unsere Haut hat einen leichten sauren PH-Wert (ca. 5,5) und dient als Schutz gegen Krankheitserreger. Das Waschen mit Seife ist nicht so gut für die Haut. Da Seifen basisch wirken, wird die Fettschicht der Haut entzogen und die Haut ist nicht mehr gegen Erreger geschützt.

Waschlotionen für die Haut sollten einen PH-Wert um die 5,0 haben, wenn sie schützend für die Haut sein sollen.

Es sind nur einige Beispiele, unzählige könnten noch folgen und dann wird alles unübersichtlich. Wer kann sich bei der Vielfalt an Hinweisen alles merken, zumal jeder Körper auch anders reagiert. Jeder sollte für sich eine gewisse Notwendigkeit heraussuchen, um seinen Körper gesund zu halten. Der eine möchte mehr über den Ernährungswandel erfahren und andere etwas über;

  • die Alarmsignale des Körpers erkennen,
  • die Übersäuerung und über das Übergewicht,
  • was wird im Körper zu Säuren oder zu Basen,
  • was ist eine Übersäuerung
  • was hat der Darm damit zu tun,
  • was hat der PH-Wert mit Entschlackung zu tun,
  • was zu einer gesunden ausgewogenen Ernährung zählt,

all das sind Dinge, die so vielseitig sind, aber genauso wichtig.

 

Wir Menschen sind „Allesesser“, nur sollten wir mit allem an Nahrung gewissenhaft umgehen, manchmal eher bescheidener, nicht jeder Werbung, nicht jedem Ernährungsapostel  alles glauben, manchmal steckt einfach nur ein Verkaufsprodukt dahinter und dient zur Profitgewinnung.

 

Einfaches natürliches Wasser ist der beste Freund deines Körpers.

Schenke deinem Körper mehr Aufmerksamkeit und er wird es dir mit „Gesundheit“ erwidern und seine Dankbarkeit auf eine wohltuende Art dich spüren lassen.

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