Knut Nobiling
Knut Nobiling

Angst / Phobien

Genau hier liegt die größte Gefahr, den kompletten Körper aus dem Gleichgewicht zu bringen. Aber Angst ist auch eine Schutzeinrichtung in uns. Angst ist ein Grundgefühl. Egal was Angst auslöst, unser Körper reagiert auf seine Weise.

Wenn wir Angst verstehen, können wir zum Teil bewusst damit umgehen. Gehen wir mal etwas zurück, ich habe schon erwähnt, dass in jedem Lebewesen evolutionsbedingt überlebenswichtige Elemente eine große Rolle spielen. Das ist tief in uns verankert. Bei Gefahr gibt es 3 Reaktionen. Zum Beispiel, es kommt auf uns ein Löwe direkt drauf zu. In Bruchteilen von Sekunden trifft die Überlebensstrategie in uns unbewusst ihre Entscheidung, „Angreifen“, „Totstellen“ oder „Weglaufen“. Ob nun die Entscheidung richtig ist oder nicht wird sich zeigen. Zumindest reagieren alle Lebewesen auf der Grundlage des Selbsterhaltungstriebes blitzschnell.

Wenn nun die Angst als Grundgefühl eine Richtung unbewusst vorlegt, reagiert jeder Mensch auf Grund von erlebten Momenten etwas anders. Manche empfinden es als eine Art Bedrohung und andere mehr als Besorgnis der körperlichen Unversehrtheit.

Angst ist im Grunde als Überlebensmechanismus in Gefahrensituationen für ein angemessenes Verhalten zu betrachten.

Jedenfalls ist Angst nur ein Oberbegriff vieler Gefühlsregungen die auf uns einwirken, jedoch uns sehr stark im Handeln beeinflussen können. Angst wird in viele Erscheinungsformen untergliedert, alle zu erklären ist hier jetzt zu weitgreifend. Ich möchte nur einige Grundformen kurz erwähnen.

 

Grundformen der Angst:

…schizoide

…depressive

…zwangshafte

…hysterische

 

Angst vor Veränderung

Angst vor einer gewissen Endgültigkeit

Angst vor gewisser Nähe

Angst vor der eigenen Selbstwerdung (depressive Persönlichkeit)

Angst vor der Angst in sich selbst

 

Ängste vor der eigenen Unsicherheit

…der Zaghaftigkeit

…der eigenen Scheu

…der eigenen Beklommenheit

…Prüfungsangst

…Existenzangst

 

…Verletzungsangst oder Furcht

…zu Versagen

…Berührungsangst oder Furcht

 

…oder über bestimmte Zwänge wie,

  • Esszwang
  • Kontrollzwang
  • Reinigungszwang

 

Schlimm werden die Psychosen, die „Neurotischen Ängste“, wie Verfolgungswahn oder Lebensangst.

 

Wenn eine innere Furcht sich verstärkt, die Gefühle der Angst außer Kontrolle kommen, kann diese Angst zu einer Phobie führen. Phobien, also die Angstzustände, die sich der Mensch nicht erklären kann, wofür man keine Erklärung findet. Der wahre Grund liegt mehr im Unterbewusstsein verborgen.

Wenn sich also Ängste immer tiefer in die Gedankenwelt des Betroffenen einbetten, verdrängt das Bewusstsein diese Gefühlsmomente als eine Art Bewältigungsstrategie in das Unterbewusstsein, es wird dort als latentes Programm abgelegt, vorerst nur hinterlegt, abgespeichert.

Aber wehe, wenn ein Teil des Abgelegten durch ein unbewusstes Stichwort wachgerüttelt wird, dann treten über kurz oder lang Symptome in das Bewusstsein. Der Betroffene reagiert, aber kann sich seine Reaktionen nicht bewusst erklären. Diese psychosomatischen Erscheinungen äußern sich nun immer mehr als Phobie.

Oft sind es kindliche Belastungen, Kindheitserlebnisse gewesen, die sich verankert haben.

Die dann später durch ein Ankerwort oder Handlung in das Bewusstsein als „Angst oder Furcht“ auftauchen ohne eine Bedeutung dafür zu finden.

Ein Laie kann sich diese Angstform dann nicht erklären.

 

Hier nur einige der Angst-Krankheiten -Phobien:

 

  • Arachnophobie:    Die Angst vor Spinnen
  • Aviatophobie:        Die Angst vor dem Fliegen
  • Hydrophobie:        Die Angst vor Wasser (auch vor dem Duschen)               
  • Agoraphobie:         Die Angst vor großen, offenen Räumen
  • Acrophobie:           Die Angst vor der Höhe
  • Klaustrophobie:    Die Angst vor abgeschlossenen Räumen
  • Soziophobie:          Die Angst davor verurteilt zu werden
  • Coprophobie:        Die Angst vor Exkrementen und  Toilettengängen
  • Nyctophobie:         Die Angst vor der Dunkelheit
  • Odontophobie:      Die Angst vor dem Zahnarzt
  • Glossophobie:        Die Angst davor, in der Öffentlichkeit zu sprechen
  • Aichmophobie:     Die Angst vor Nadeln
  • Thanatophobie:    Die Angst vor dem Tod und davor zu sterben
  • Demophobie:         Die Angst vor Menschenmassen
  • Hemaphobie:         Die Angst vor Blut
  • Nosocomephobie:  Die Angst vor dem Krankenhaus
  • Iatrophobie:          Die Angst zum Arzt zu gehen
  • Trypanophobie:    Die Angst vor Injektionen
  • Emetophobie:        Die Angst krank zu werden und sich übergeben zu                                                                                                                                                            müssen

                                             

 

Oft kann hier eine sanfte Hypnose in Verbindung mit einer Rückführung hilfreich sein und die Quelle der Angst finden. Hierbei kann ein erfahrener Hypnotiseur den Auslöser solcher Zustände erkennen und vielleicht auflösen oder abschwächen. Wo keine negativen Gefühle mehr im Unterbewusstsein arbeiten, kann es auch keine negativen Symptome mehr geben. Die Hypnoanalyse ist nebenwirkungsfrei und bietet die Chance auf eine Verbesserung der Situation.

 

Eines ist aber auch zu erwähnen, dass Angst nicht immer unbedingt eine negative Gefühlsregung sein muss, es kann auch als lustvolle erlebte Erfahrung auftreten. Das ist eben von Mensch zu Mensch unterschiedlich in seiner Risikoerfahrung zu betrachten.

Auch sind wesentliche Unterschiede in der Gefühlswelt zwischen Mann und Frau zu berücksichtigen.

Ich hatte schon erwähnt, dass evolutionsbedingt Lebewesen drei Merkmale in sich tragen.

Also bei Gefahr: Angreifen, Todstellen oder Weglaufen.

Die Angst ist im Grunde eine Vorstufe und eine gewisse Vorbereitung auf eine Flucht- oder Kampf-Situation.

Die Psychologie dahinter nutzen einige Menschen bewusst aus, um Menschen mit Angstgefühlen manipulieren zu können.

Menschen mit Angstgefühlen suchen nach Schutz, Hilfe und Sicherheiten.

Genau hier haben die Manipulationen einen guten Nährboden.

Menschen können mit Angst gefügig gemacht werden.

Stell dir vor, du hast eine Situation in der du Angst verspürst. Das kann eine schlechte Nachricht sein, eine Bedrohung oder was auch immer.

Und nun sagt dir jemand:

…das ist nicht so schlimm

…da kann ich helfen

…da gibt es schon gute Lösungen

…gemeinsam finden wir Lösungen

…warten sie erst einmal ab

 ……….und und und

 

Was geschieht jetzt?

Der Betroffene vertraut dem Anderen, vertraut auf Hilfe, auf eine Lösung und begibt sich in die Hände dessen, der da Hilfe anbietet.

Die Gedanken sind nach Hilfe suchend.

Nun kann das im Grunde ja nichts schlechtes bedeuten.

Die Hilfe kann gut und ehrlich gemeint sein.

Wenn da jedoch Geld mitspielt, dann sollte man vorsichtig sein.

Viele Menschen verdienen an dem Leid der Anderen viel Geld.

Dann ist es ein Geschäft mit der Angst.

Und mit der Angst in den Gedanken der Menschen ist viel Geld zu verdienen.

Schlimm wird es, wenn Menschenmassen in Angst versetzt werden durch Panik, dann kann mit diesen Menschen fast alles an Manipulation erfolgen.

Menschen in Massen denken weniger nach.  Sie machen das was das Gegenüber macht, ohne zu hinterfragen, sie machen einfach mit. Es ist in der Psychologie verankert, dass sich in der Masse die Angst verliert, sie koppelt sich aus, das soziale Verhalten hat die Übermacht.

 

Ein Beispiel: Soldaten liegen im Schützengraben. Die Schüsse zischen über die Köpfe hinweg, Granaten schlagen vor den Gräben ein.

…der Kommandant ruft: …Soldat Schulze, …raus aus dem Graben!

Was glaubst du, wie es im Soldaten Schulze jetzt innerlich vor Angst wühlt. Der traut sich nicht einmal über den Schützenrand zu schauen.

Die Angst sitzt ihm wortwörtlich in der Hose….!!!

 

Ruft jedoch der Kommandant: Alle raus …nach vorn, auf mein Kommando „Vorwärts“ !

Was glaubst du, was jetzt geschieht ?

Wenn nur einer einen Schritt aus dem Graben andeutet oder macht, strömen alle schreiend hinterher. Trotz Angst!

 

In der Masse geht die Angst eine Solidarität mit den Anderen ein.

In der Masse stirbt es sich leichter.

 

Der Mensch ist ein soziales Wesen. Er ordnet sich in der Masse unter.

Dieses Einordnen, (Unterordnen) dieses soziale Verhalten nutzen Andere, um Menschen für ihre Belange zu manipulieren, zu gewinnen.

Das haben in der Geschichte Könige, in Verbindung mit der Kirche, mit ihren Untertanen zur Kriegsführung genutzt.

Sie haben ihre Macht benutzt.

Macht benutzen und das Volk zu beherrschen, war früher schon Menschenführung.

Panik verbreiten und dann die Angst nutzen ist ein altes Spiel der Machthaber. Das Volk als Masse wird schneller unterwürfig und gefügig. Da haben Außenseiter schwere Chancen. Wer nicht mitläuft wird oft von den eigenen Reihen niedergemacht. Das wissen die Machthaber sehr gut und lachen sich kaputt, wie sich dann das eigene Volk untereinander zu Nichte, also kaputt macht. Wer aus dem sozialen Verhalten der Masse sich ausklammert, wird als unsozial betrachtet. Egal ob das was die Massen tun richtig oder falsch ist, sie sondern den Außenseiter aus ihren Reihen.

Wenn die Machthaber nun auch noch einen angeblichen guten Grund ihrer Forderungen nach Gehorsamkeit vorschieben, aufzeigen und offenlegen, der ja angeblich den Menschen nur hilfreich sei, dann haben die Außenseiter die schlechteren Karten, auch wenn sie im Recht wären.

Die Masse will eine Manipulation durch die Machthaber nicht erkennen „wollen“. Die Masse als solches fühlt sich solidarisch, selbst wenn es etwas Böses oder Schädliches von Seiten der Machthaber sei. Die Masse ist durch Manipulation gefügig geworden.

Der Freund, selbst Vater, Sohn und Mutter, würden sich gegenseitig bekämpfen für das Wohl der Machthaber. Im Glauben es sei etwas Gutes, weil doch die Masse mitmacht. Die Menschenmassen weisen mit ihren Gedanken die soziale Richtung in das Geschehen. Sie bestimmen vorerst den Lauf der Geschichte.

 

Die wenigen Außenseiter werden ausgestoßen, sind jedoch oft genau die, die den Mut in der Vergangenheit aufgebracht haben, dass das Böse irgendwann durch Erkenntnis, auch in der Masse, besiegt wurde.

In solchen Momenten erkennt man den richtigen und wahren Freund.

Die Angst, negativ behandelt zu werden, ausgestoßen oder früher die Angst getötet zu werden, lässt oft den Freund zum Feind werden

 

Wie oft habe ich schon den Spruch gehört:

„heute Freund, morgen Feind“

 

Oft ist es zu spät. Was geschehen ist, ist geschehen.

Wenn aus der Masse immer mehr Menschen erkennen, dass die Außenseiter recht hatten und sich denen anschließen, ändert sich das Kräfteverhältnis.

Dann erkennen oft die Massen erst die Manipulation, der sie verfallen waren. Erst dann richten sie ihre Gedanken auf das was geschehen ist zurück. Ihre Angst verliert sich. Manchmal kann sich aus der Angst so etwas wie innere Kraft oder eine gewisse persönliche Stärke entwickeln. Es sind die Gedanken, die richtungsweisend sind.

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