Knut Nobiling
Knut Nobiling

Was sind die Rauhnächte

Es ist der Übergang vom 12. Vollmond zum 13.

Ein Sonnenjahr hat 12 Monate (365 Tage)

Das Mondjahr nur 29,5 Tage im Monat und somit 354 Tage im Jahr

…die restliche Zeit sind 11 Tage und 12 Nächte, die Rauhnächte. Mit den 12 Rauhnächten endet das alte Jahr und beginnt das Neue. Es ist die dunkelste Jahreszeit. Die Zeit der Geister, der Toten. Die Hoffnung, dass das Licht wieder kommt.

 

Woher stammen diese Rauhnächte?

Lange vor dem Mittelalter haben Menschen dieser Zeit mystische Kräfte zugeordnet. Sie hegten den Glauben, die Götter beherrschen diese dunkle kalte Winterzeit. Auch ein Rückblick auf die 12 Monate und die vergangenen Jahreszeiten mit Wachstum, Fruchtbarkeit, Ernte, Verfall und Neugeburt, mit der Hoffnung auf ein neues gutes Jahr, gehörte dazu. Es wurde getanzt und laut gesungen. um damit die bösen Geister zu vertreiben und den guten Geistern Einlass zu gewähren.

Das alles gab es schon vor mehreren tausenden von Jahren. Die Göttin der Natur „Frau Holle“ war in dieser Zeit die damals mit Ehrfurcht angebetete. Sie, die Göttin der Unterwelt, der Erde und der Oberwelt. Sie bestrafte das Böse und die Faulen und huldigte das Gute und die Fleißigen. Im südlichen Teil wurde sie als Frau Percht, im mittleren Teil als Frau Holle und im Norden als Frau Herke genannt. Im Südlichen sind heute noch die Umzüge der Perchtgestalten bekannt. Noch vor dem 17.Jahrhundert wurde diese Zeit unterschiedlich benannt. Diese Winterfeste waren die Vorläufer der Urweihnacht um 1700 wie:   

   Wintersommerwendfeier

               Mittwinterfest

               Julfest

Die Kirche hatte um 336 erstmalig den 25. Dezember als kirchlichen Feiertag festgelegt.

…und später im 17. - 18. Jahrhundert wurde daraus Weihnachten, wie wir es heute kennen        

Welche Bedeutung haben diese 12 Nächte?

Jede Nacht widerspiegelt einen kommenden Monat. Die erste Nacht den Januar, die 2. den Februar und so weiter. Es war die Zeit der Geschichtenerzählungen, der Überlieferungen alter Sagen und Weisheiten der Vorfahren. Es wurde gebacken und gebastelt, verbunden mit der Hoffnung auf ein gutes neues Jahr. Es war oder ist auch die Zeit der Stille, zum Nachdenken, eine Zeit der Gemeinsamkeiten am warmen Ofen und immer die Hoffnung auf die Wiedergeburt des Lichtes, der Sonne, auch Respekt und Dankbarkeit der Natur gegenüber. Man beschenkte sich gegenseitig mit Äpfeln, Nuss und Gebäck. Jeder bekam das Gleiche, jeder wusste, dass er gleichwertig beschenkt wird. Der Apfel als Fruchtbarkeit, die Nuss als Samen für neues Leben, das Gebäck der immer ausreichenden Nahrung. Später kam noch das Glücksschwein hinzu. Das Wildschwein, der Eber als Symbol der Stärke. Schweinefleisch war den Germanen das zu dieser Zeit größte Festessen. Dann noch das 4 blättrige Kleeblatt, symbolisches Kreuz für Morgen, Mittag, Abend und Mitternacht und der heiligen, fruchtbaren Vierjahreszeiten. Der Schornsteinfeger als Reiniger des Kaminzuges, welches die bösen Geister schmutzig machten. Der Fliegenpilz mit dem Speichel (die weißen Punkte) und dem angeblichen Gift der Geister und Toten aus der Unterwelt. Der Lichterkranz aus grünen Zweigen als unendliches leben und die 4 Kerzen als das wiederkehrende Licht. Räuchern, um die Geister zu vertreiben.

Hier finden Sie uns

Knut Nobiling
Drei Birken 7
53639 Königswinter

Sofort-Kontakt

Rufen Sie einfach an

 

Festnetz:   02244 - 915702

Mobil:      016 - 34206473

 

E-Mail.:

knut.nobiling50@gmail.com

Druckversion Druckversion | Sitemap
© Knut Nobiling